Das Logistik-Glossar
Radio Frequency Identification
RFID ist ein System, das Funksignale einsetzt, um Waren, Ladeeinheiten oder Transportmittel zu lokalisieren und zu identifizieren, die mit einem besonderen elektronischen Label ausgestattet sind. Die Labels - auch Transponder, Tags oder Funketiketten genannt - ermöglichen die automatische Verfolgung von Waren/Transportmitteln entlang der gesamten Lieferkette. RFID kann dazu beitragen, den Verwaltungsaufwand zu verringern, die Produktivität zu erhöhen und die Lagerraumnutzung zu optimieren.
Redistributionskanal
Redistributionskanäle als Elemente der Entsorgungslogistik sind identisch mit den Distributionskanälen für Zielprodukte und binden Distributionsmittler und –helfer in die physische Übertragung von Rückständen ein. Die Quelle des Rückstandsstromes entspricht dabei der Senke des Zielproduktstromes. Der Rückstandsfluss vollzieht sich also entgegen der Flussrichtung der Zielprodukte.
Re-Insourcing
Re-Insourcing beschreibt einen Prozess, bei dem eine bisher von externer Seite erbrachte Leistung wieder vom auftraggebenden Unternehmen übernommen wird. Häufig passiert das, wenn ein Outsourcing-Vertrag ausläuft und der Auftraggeber festgestellt hat, dass er die Aufgabe vorher effizienter oder preisgünstiger im eigenen Haus bewältigen konnte.
Retourenlogistik
Die Retourenlogistik spielt besonders im Versandhandel eine große Rolle. Geht eine Sendung "retour", schickt der Empfänger eine Ware zurück an den Händler. Gründe dafür können Mängel an der Ware oder Nichtgefallen (im Rahmen der Rücknahmegarantie des Händlers) sein. An den Handel stellt die Retourenlogistik besondere Herausforderungen: Einerseits sollte dem Kunden zeitnah der Wert der Ware gutgeschrieben beziehungsweise die Ware schnell repariert oder ersetzt werden. Auf der anderen Seite sollen die zurückgeschickten Güter schnell geprüft sowie neu verpackt werden und wieder zurück in den Lagerbestand. Bislang ist es schwierig diese Abläufe zu automatisieren; zudem bedarf es eines flexiblen Personalplans. In Zukunft könnten RFID-Chips helfen, die Retourenlogistik zu verbessern. Erste Pilotprojekte gibt es in den USA.
Reverse Logistik
Reverse Logistik oder Rückwärtslogistik umfasst Abholung, Umschlag und Transport von gebrauchten, beschädigten oder nicht benötigten Produkten sowie von End-of-Life-Produkten und deren Verpackung. Die Güter werden entweder entsorgt, wieder aufbereitet (Recycling) oder repariert. Reverse Logistik kann auch die Rücksendung wieder verwendbarer Transportmittel (Paletten, Behälter usw.) an einen vorgelagerten Punkt in der Lieferkette beinhalten.
Roboter
Aus der Vielzahl möglicher Definitionen hier eine, die sich direkt auf Industrieroboter bezieht: Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen bzw. Winkeln frei (d. h. ohne mechanischen Eingriff) programmierbar und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- und/oder Fertigungsaufgaben ausführen.
Rohrleitungsverkehr
Der Rohrleitungsverkehr umfasst den Transport von Gütern mithilfe von Rohrleitungen (Pipelines). Der Rohrleitungsverkehr wird ausschließlich genutzt für flüssige und gasförmige Produkte, einschließlich Erdgas, Rohöl, Petroleumprodukten, Wasser, und Chemikalien. Erdgas und Rohöl sind die Hauptprodukte im Rohrleitungsverkehr.
Rollenbahn
Rollenbahnen sind spezielle Fördermittel zum Transportieren von Ladeeinheiten. Dabei bewegt sich die Einheit durch die Schwerkraft oder mit mechanischem Antrieb auf einer mit Rollen besetzten Bahn.
Rollenbahnen sind aufgrund ihres einfachen Aufbaus, ihrer Robustheit, und der geringen Investitions- und Betriebskosten weit verbreitet.
RSU-Analyse
Die RSU-Analyse ist ein Verfahren, um Artikelbestände zu optimieren. Dazu wird das Sortiment in drei Klassen unterteilt, ähnlich der ABC-Analyse. Allerdings liegt die Priorität auf dem Verbrauch eines Artikels. So stehen die Buchstaben RSU für den regelmäßigen, saisonalen und unregelmäßigen Verbrauch - entsprechend wird das Sortiment in R-,S- und U-Artikel unterschieden. Die Bestände an R-Artikeln lassen sich demnach mit wenig Aufwand optimieren, da sich ihr Verbrauch am besten kalkulieren lässt.
Rückstandszyklus
Rückstandszyklen sollen den Wiedereinsatz von Sekundärrohstoffen sicherstellen und verbinden den Ort der Rückstandsentstehung mit den Herstellunternehmen ge- oder verbrauchter Zielprodukte, wobei der Rückstandsfluss durch die Einbindung von Recyclingunternehmen unterbrochen werden kann.

