Das Logistik-Glossar
Packliste
Paketdienst
Palette
Palettenregal
Palettierer
Pick-by-Light
Pick-by-Vision
Pick-by-Voice
Pickliste
Point of Sale
POS
Posteinlieferungsschein
Postponement
Präfix
Primärprodukt
Produkt- und Service Agreements (PSA)
Produktions-Logistik
Produktivgüter
Produktlebenszyklus
Prozesskostenrechnung
PSA
PUDO
Pull-Prinzip
Push-Prinzip
Paketdienst
Paketdienste bilden eine spezifische Serviceform der Expressdienste, die als eigenständiges Segment betrachtet werden können. Als Systemdienstleister konzentrieren sich die Paketdienste auf die flächendeckende, regelmäßige, z.T. fahrplanmäßige Beförderung weitgehend standardisierter, kleingewichtiger Paketstücke.
Palette
Paletten sind Lademittel, auf denen sich Güter lagern und transportieren lassen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Bauarten (z.B. Flach- und Boxpaletten). Als Paletten-Material werden unter anderem Holz, Kunststoff und Metall verwendet. Die so genannte Europool-Palette (120 x 80 Zentimeter) ist am weitesten verbreitet.
Palettenregal
Palettenregale haben keine Böden, sondern bestehen lediglich aus Seitenstützen mit Quer- oder Längstraversen zur Auflage für das palettierte Lagergut. Die Bedienung erfolgt üblicherweise mit Hilfe von Gabelstaplern, was entsprechende Gangbreiten erfordert. Palettenregale sind die häufigste Lagerart in Industrie- und Handelsunternehmen. Sie dienen zur Lagerung von kleinen bis großen Mengen je Artikel bei großen Artikelzahlen oder Sortimenten.
Pick-by-Light
Bei der Kommissionierung mittels Pick-by-Light ist an jedem Lagerfach eine Signallampe mit einem Ziffern- oder alphanumerischen Display und einer Taste zur Quittierung der Entnahme und ggf. zusätzlich eine Eingabe- und Korrekturtaste angebracht. Die Signallampe am Lagerfach leuchtet, wenn eine Position aus dem Lagerfach entnommen werden soll. Ebenso wird die Entnahmemenge angezeigt. Der Kommissionierer bestätigt die Entnahme mittels einer Quittiertaste. Gleichzeitig erfolgt in Echtzeit eine Meldung der Bestandsänderung an das Lagerverwaltungssystem.
Pick-by-Vision
Bei der Kommissionierung mittels Pick-by-Vision wird der Kommissionierer durch visuelle Informationen in seinem Sichtfeld unterstützt. Die visuellen Informationen über die zu kommissionierenden Artikel (v.a. Artikelbezeichnung, Lagerplatz, Entnahmemenge) werden dem Kommissionierer durch eine Datenbrille bereitgestellt.
Pick-by-Voice
Bei der Kommissionierung mittels Pick-by-Voice arbeitet der Kommissionierer mit einem Headset, das z.B. an einen Pocket-PC angeschlossenen ist. Die zu kommissionierenden Aufträge werden dem Kommissionierer mittels Funk übertragen. Zunächst erhält der Kommissionierer eine Sprachnachricht an welchem Regal Ware entnommen werden soll. Sobald der Kommissionierer das Regal erreicht hat, bestätigt er dies durch Nennung der am Regal angebrachten Prüfziffer. Anschließend erhält der Kommissionierer eine Sprachmitteilung über die Entnahmemenge, die der Kommissionierer nach Abschluss des Kommissioniervorgangs durch ein Schlüsselwort bestätigt. Gleichzeitig erfolgt in Echtzeit eine Meldung der Bestandsänderung an das Lagerverwaltungssystem.
Point of Sale
deutsch: Verkaufspunkt
Der Point of Sale beschreibt eine Art Sammelpunkt von Informationen an der "elektrotechnischen" Schnittstelle zwischen Kunde und Handelsunternehmen. So umfasst der POS beispielsweise Scannerkassen, die artikelbezogen Verkäufe erfassen; außerdem den Einkauf per Kreditkarte und andere elektronische Zahlungsmöglichkeiten. Die gewonnenen Informationen sollen in Kombination mit weiteren Daten (beispielsweise aus Warenwirtschaftssystemen) potentielle Rationalisierungsmöglichkeiten aufzeigen und den Kundenservice verbessern.
Posteinlieferungsschein
englisch: Parcel Post Receipt
Der Posteinlieferungsschein ist die Empfangsbescheinigung des Postamtes für eine Postsendung an einen bestimmten Empfänger. Mithilfe des Posteinlieferungsscheins kann bewiesen werden, dass ein Versand auf dem Postweg durchgeführt worden ist. Das Datum des Poststempels gibt den Tag der Auflieferung des Postgutes an. Wird ein Gut per Luftpost auf den Weg gebracht, so ist das entsprechende Dokument der Luftpost-Einlieferungsschein.
Postponement
deutsch: der Aufschub
Postponement bezeichnet Produkte, die möglichst lange am Anfang des Logistikkanals in einem neutralen Zustand ohne Zuordnung zu einem Kunden oder Teilmarkt gehalten, also aufgeschoben, werden. Die kundenindividuelle Differenzierung des Produkts erfolgt erst spät. Postponement ist insbesondere bei einer großen Anzahl an Produktvarianten und weit verstreuten Kunden sinnvoll, da in diesem Fall kaum prognostiziert werden kann, wie viel, wann und wo von einer Produktvariante benötigt wird.
Beispielsweise können die kundenspezifischen Fertigungs- und Montageinhalte aufgeschoben werden (Manufacturing Postponement). Ein weiteres Beispiel ist die Lagerung von Beständen in einem Zentrallager und die Zustellung über die entsprechenden Kanäle des Distributionssystems erst bei Vorliegen eines Kundenauftrags (Logistics Postponement).
Das Gegenteil zum Postponement ist die Strategie des Spekulierens. Hierbei wird ein Produkt frühzeitig aufgrund prognostizierter Kundennachfragen an das Ende des Logistikkanals gebracht.
Produktions-Logistik
Die Produktions-Logistik ist ein wichtiger Bestandteil des logistischen Systems in produzierenden Unternehmen. Diese Form der Logistik umfasst Planung, Steuerung und Kontrolle des Materialflusses - vom Rohmateriallager über die verschiedenen Fertigungsstufen bis hin zum Lager für die fertigen Waren. Im kompletten Wertschöpfungskreislauf kommt die Produktions-Logistik nach der Beschaffungs- und vor der Distributions- und Entsorgungslogistik.
Prozesskostenrechnung
Prozesskostenrechnung dient der prozessorientierten Erfassung und Verfolgung von Gemeinkosten für Produkte, Kunden, Lieferkanäle oder Logistik. Sie wird als Ansatz zur Entwicklung einer logistikorientierten Kosten- und Leistungsrechnung vorgeschlagen. Prozesskostenrechnung ermöglicht einen beanspruchungsgerechten Ausweis der Kosten der indirekten Leistungsbereiche. Die Identifizierung der Prozessgrößen, Bezugsgrößen oder Kostentreiber ("Cost Driver") steht im Mittelpunkt der Prozesskostenrechnung.
Pull-Prinzip
Das Pull- oder Holprinzip ist eine Methode, um Produktionsabläufe zu steuern. Der Nachschub von Material an alle Beteiligte erfolgt nachfrageorientiert. Dazu ist der gesamte Produktionsfluss in Segmente aufgeteilt. Das bedeutet etwa bei einer Fertigungsstrecke, daß jedes Segment seinen Nachschub beim vorgelagerten Segment oder dem Lager nach Bedarf eigenständig anfordert. Ziel des Pull-Prinzips ist die Produktion in einem permanenten, kontinuierlichen Fluss ohne Unterbrechungen. Häufig geht das Pull-Prinzip mit dem Kanban-System einher.

