Kaiempfangsschein

Der Kaiempfangsschein wird sowohl vom Absender als auch vom Spediteur verwendet, um Versandangaben, Bedingungen und Lieferung zum Spediteur zu verifizieren.

KANBAN

KANBAN ist ein System zur Steuerung des Teile-Nachschubs in Produktionsketten (Materialfluss-Steuerung). Die Stellen, die bestimmte Einzelteile benötigen, melden den Zulieferern ihren Bedarf, indem sie entweder leere Behälter an einem bestimmten Übergabeplatz bereitstellen, die durch volle ersetzt werden. Oder der Nachschub wird per Bestellkarte (japanisch: Kanban) geordert, auf der Art und Menge der gewünschten Teile definiert werden.
Das Ziel von KANBAN ist, die nötigen Bestände vor Ort möglichst klein zu halten und flexibel auf einen veränderten Bedarf reagieren zu können. Das KANBAN-System wurde 1947 vom japanischen Konzern Toyota entwickelt. Das System ist verbrauchsgesteuert, das heißt, der Materialfluss in der Logistikkette wird durch die verbrauchende Stelle ausgelöst (Pull-Prinzip).

Kapazitätsabgleich

siehe Capacity Requirements Planning

Kennzahlensystem

Zur Messung der Effizienz und Effektivität logistischer Systeme werden Kennzahlen genutzt. Kennzahlen stellen empirisch beobachtbare und messbare Sachverhalte dar, die das Logistikziel möglichst genau beschreiben (z.B. Anteil Logistikkosten am Umsatz, Transportkosten, Lagerbestandskosten, Durchlaufzeit, Liefertermintreue). In einem Kennzahlensystem werden unterschiedliche Kennzahlen hierarchisch aufgebaut. Somit kann der Informationsbedarf der unterschiedlichen Kennzahlenempfänger in spezieller Weise befriedigt werden.

Kerbside

deutsch: Bordsteinkante
"Kerbside" beschreibt die Auslieferung oder Abholung von Waren am Straßenrand. Dieses Verfahren wird beispielsweise bei der Verteilung von Werbebroschüren oder kostenlosen Anzeigenblättern eingesetzt.

KHV

siehe Kleiderhängeversand

Kitting

Der Begriff Kitting stammt aus dem Bereich der Beschaffungs- und Produktions-Logistik. "Kitting" leitet sich vom englischen Wort "kit" für Bausatz ab. Beim Kitting stellt der Logistiker Bauelemente nach dem Wunsch des Kunden zusammen und liefert das Ganze wahlweise als Bausatz oder bereits vormontiert aus. Dadurch kann der Kunde seine Lagerkapazitäten reduzieren und die Fertigung des Endprodukts beschleunigen. Diese Methode bedarf meist einer sehr termingenauen Lieferung und setzt genaue Kenntnisse über den Bedarf der benötigten Baugruppen voraus.

Kleiderhängeversand (KHV)

Der KHV oder auch "hängende Kleiderversand" ist ein Spezialbereich der Logistik. Dazu werden Standardcontainer mit Stangen und Seilen ausgestattet und die Kleidung daran zum Transport aufgehängten Kleidung lässt sich so knitterfrei an die jeweiligen Geschäfte liefern.

Kleinbehälter

Ein Beispiel für Kleinbehälter sind Lager- und Stapelbehälter für Kleinteile.

KLV

siehe Kombinierter Ladungsverkehr

Kombinierter Ladungsverkehr (KLV)

siehe: kombinierter Verkehr (KV)

Kombinierter Verkehr

Auch: Kombinierter Ladungsverkehr (KLV)
Beim kombinierten Verkehr (KV) werden Güter auf einer Route mit verschiedenen Verkehrsmitteln transportiert. Spezielle Formen des KV sind unter anderem der Container-, der Huckepackverkehr und das RoRo-Verfahren (Straße/Schiene + Schiff). Bei diesen Varianten wird das komplette Fahrzeug oder Teile des Verkehrsmittels (Container, Wechselbrücken) auf ein anderes Verkehrsmittel geladen und weiter transportiert.

Kommisionierlager

Im Kommissionierlager werden die Güter im Allgemeinen nur kurze Zeit in kleinen Mengen und Einheiten gelagert. Vornehmlich laufen in diesem Lagerhausbereich Bewegungsprozesse ab, die der Konzentration oder Auflösung des Güterflusses dienen (Kommissionieren). Infolge des Kommissionierens verlassen die Güter diesen Lagerhausbereich nicht in dem Zustand, in dem sie eingelagert wurden. Um die Kommissionierzeiten bei manuellen Vorgängen möglichst kurz zu halten, ist bei der Gestaltung des Kommissionierlagers auf zeitsparende Greifvorgänge und kurze Transportwege zu achten.

Kommissionierung

Bei der Kommissionierung stellen ein oder mehrere so genannte Kommissionierer (oder Kommissionierautomaten) Waren aus einem Gesamtsortiment zusammen. Dabei sind die Waren immer Teilmenge des Gesamtsortiments. Der Auftrag kann sowohl von internen als auch externen Kunden kommen. Es wird zwischen einstufigen oder auftragsbezogenen und mehrstufigen oder artikelbezogenen Kommissionierungen unterschieden.

Kompaktregal

Bei Kompaktregalen werden die Lagergüter und -gestelle gemeinsam bewegt. Hierdurch ist ein sehr hoher Flächen- bzw. Raumnutzungsgrad gewährleistet. Der Zugriff ist durch die technisch bedingten hohen Manipulationszeiten nicht besonders gut. Deshalb sind diese Regale nur für Güter mit niedrigen Umschlagsfrequenzen geeignet. Zu den Kompaktregalen zählen Verschiebe- und Umlaufregale.

Konnossement

Das Konnossement - auch Seefrachtvertrag - beinhaltet Belege über den zwischen Verlader und Verfrachter (Reederei) abgeschlossenen Seefrachtvertrag.

Konsolidierung

Generell bedeutet Konsolidierung Bündelung. In der Logistik wird prinzipiell zwischen zwei Arten unterschieden: der zeitlichen und der räumlichen Konsolidierung. In beiden Fällen geht es darum, das Handling von Waren und deren Transport wirtschaftlicher zu gestalten. Bei der zeitlichen Konsolidierung oder auch Bestandskonsolidierung, werden Güter am Ort der Absendung, etwa durch das Hinauszögern einer Lieferung, gebündelt. Damit soll eine bessere Auslastung der Transportkapazitäten gewährleistet werden.
Bei der räumlichen Konsolidierung geht es darum, Verkehrsströme zu bündeln. Das bedeutet beispielsweise bei einer Tour nicht nur Güter von einem Absender oder Lieferanten zu einem Empfänger zu bringen, sondern auf einer Strecke mehrere Abhol- und Abladestationen anzusteuern.

Konsulatsfaktura

englisch:consular invoice

Die Konsulatsfaktura ist eine Auflistung von Waren, sowie deren Handelsbezeichnungen nach den Vorschriften des Einfuhrlandes, ihren Einzelgewichten und den Rechnungsbeträgen, die auch auf den Handelsrechnungen stehen. Sie kommt ausschließlich im Schiffsverkehr zum Einsatz. Für die Zusammenstellungen gibt es bestimmte Formulare, die in vorgegebener Sprache ausgefüllt und dem Konsulat des Einfuhrlandes zur Beglaubigung vorgelegt werden müssen (in der Regel im Verladungshafen).
Obwohl die Vertragspartner des Welthandelsabkommens (WTO) die baldige und vollständige Abschaffung der Konsulatsfakturen als unnötige Formalitäten seit Jahren empfiehlt, sind sie noch immer von einer Anzahl von Ländern (hauptsächlich von mittel- und südamerikanischen Staaten) beibehalten worden, die Zahl der Länder nimmt jedoch stetig ab.

Kontrakt-Logistik

Kontrakt-Logistik umfasst die Organisation von Produktströmen, Lagerung, Transport und Informationsübermittlung. Ein Logistiker übernimmt diese Aufgaben für Unternehmen, die die Dienste benötigen und nicht eigenständig leisten können oder wollen. In der Regel basiert die Zusammenarbeit zwischen Kontrakt-Logistikern und ihren Kunden auf langfristigen Verträgen. Daraus ergeben sich so genannte symbiotische Beziehungen - die beiden Vertragspartner begeben sich in eine starke gegenseitige Abhängigkeit.
Ziel der Kontrakt-Logistik ist unter anderem die verbesserte Effizienz beim Kunden, der entsprechende Verwaltungsstrukturen einsparen und sich mehr auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann.

Korridor

auch: Verkehrskorridor
Als Korridore werden Hauptverkehrsachsen bezeichnet. Es können nationale und internationale Korridore unterschieden werden.
Von der Europäischen Verkehrsministerkonferenz wurden als Ergänzung zum transeuropäischen Verkehrsnetz für Westeuropa paneuropäische Verkehrskorridore festgelegt. Diese zehn Hauptverkehrsachsen verbinden Europa vom Atlantik bis zur Wolga bzw. von Skandinavien bis zum Mittelmeer.

Kran

Ein Kran ist eine in der Regel motorisiert angetriebene Vorrichtung zur vertikalen und horizontalen Lastenbewegung.
Kräne werden zumeist zum Be- und Entladen von Schiffen, Eisenbahn- und Lastkraftwagen, in Montage-, Fertigungs- und Lagerhallen sowie auf Baustellen eingesetzt.

Kreislaufwirtschaft

Die Aufgabe der Kreislaufwirtschaft ist es, Rückstandskreisläufe zu schließen. Je nach Art der eingeschalteten Mittler und der Stufigkeit des Systems ergeben sich einstufige und mehrstufige Redistributionskanäle, Rückstandszyklen und Beseitigungskanäle.

Kurier-, Express- und Paket-Dienste

In der Regel transportieren KEP-Dienstleister Sendungen mit relativ geringem Gewicht (bis zu 31,5 Kilogramm) und Volumen, beispielsweise Briefe, Päckchen und Dokumente. Diese Dienstleister zeichnen sich in der Regel durch hohe Zuverlässigkeit und vor allem Schnelligkeit beim Transport aus. Häufig bieten sie Zusatzleistungen wie Lieferungen am gleichen Tag (Same-Day) oder über Nacht (Overnight Delivery) an.

Kurierdienst

Kurierdienste transportieren spontan in Auftrag gegebene Sendungen. Charakteristisch sind die permanente persönliche Begleitung einer Sendung und die damit verbundene Möglichkeit des Kuriers, jederzeit auf die Sendungen zuzugreifen, um Dispositionen zu treffen. Ein weiteres Kriterium ist, dass Kuriere einzelne nachgewiesene Sendungen befördern.