Fachbodenregal

Fachbodenregale bestehen aus Seitenstützen, zwischen denen durchgehende Fachböden befestigt sind. Die Fachhöhe richtet sich nach dem Lagergut. Die Bedienung der Regale erfolgt vorwiegend manuell. Typischerweise finden sich solche Regale in Flach- oder Etagenlagern. Fachbodenregale werden häufig verwendet, um nicht palettierte Artikel, Kleinteile, aber auch sperrige Teile zu lagern. Generell eignen sich für die Lagerung von kleinen bis mittleren Mengen pro Artikel bei großer Artikelanzahl und unterschiedlichstem Artikelspektrum.

Fahrerloses Transportsystem (FTS)

Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sind flurgebundene Fördersysteme mit automatisch gesteuerten und angetriebenen Transportfahrzeugen. FTS werden vorzugsweise für die interne Materialflussabwicklung eingesetzt.

Fakturierung

Die Fakturierung bezeichnet die Erstellung einer Rechnung über erfolgte Lieferungen und / oder Leistungen.

FAS

siehe Free Alongside Ship

FBL

siehe FIATA Combined Transport Bill of Lading

FCA

siehe Free Carrier

FCL

siehe Full Container Load

FCR

siehe Forwarders Certificate of Receipt

FCR

siehe Spediteur-Übernahmebescheinigung

Fertigungsinsel

Fertigungsinseln sind räumlich zusammengefasste Produktiveinheiten unterschiedlicher Funktion. Diese ermöglichen eine vollständige Bearbeitung einer bestimmten Gruppe (Teile- bzw. Erzeugnisfamilie) von einander ähnlichen oder fertigungstechnisch miteinander verwandten Erzeugnissen.
Die räumliche Zusammenfassung führt dazu, dass die Transportwege erheblich verkürzt werden und die zur Produkterstellung (oder Bearbeitung eines Auftrages) erforderliche Transportleistung entsprechend reduziert werden kann.
Im Gegensatz zu Flexiblen Fertigungssystemen (FFS) zeichnen sich Fertigungsinseln durch eine geringere Automatisierung aus.

Fertigungslosgröße

Die Fertigungslosgröße beschreibt die Menge eines Produktes, welche in einer Produktionsstufe zusammenhängend und damit ohne Unterbrechung durch ein anderes Produkt hergestellt wird.

FIATA Combined Transport Bill of Lading (FBL)

Das vom internationalen Verband der Spediteure FIATA entwickelte Dokument ist ein veräußerbares Konnossement für den kombinierten Verkehr mit mehreren Verkehrsträgern, dem so genannten multimodalen oder auch intermodalen Transport. Der Aussteller, in der Regel der Spediteur, haftet für Verlust oder Beschädigung mit zwei Sonderziehungsrechten (die internationale, universelle Recheneinheit der Weltbank) je Kilogramm; beziehungsweise er haftet er wie der jeweilige Verursacher des Schadens, wenn dieser eindeutig feststellbar ist. Das FBL ist von der Internationalen Handelskammer ICC als akkreditivfähiges Papier anerkannt.

FIFO

siehe First In First Out

First In First Out (FIFO)

FIFO ist eine Art, ein Lager zu organisieren. Waren, die zuerst eingelagert werden, also als "erste da waren" (first in), sollen demnach als Erstes verbraucht oder wieder ausgelagert (first out) werden. Dieses Prinzip soll eine Überalterung der Lagerbestände verhindern. Häufig kommt FIFO bei verderblichen Waren zum Einsatz.

Flachlager

Ein Flachlager ist ein Lagergebäude bis ca. 7 m Höhe, in das mit oder ohne Lagergestelle eingelagert wird. Flachlager werden häufig von Speditionen als Umschlagslager genutzt.

Flachpalette

siehe Europalette

Flottenmanagement

Das Flottenmanagement sorgt für die nötige Anzahl an Fahrzeugen, den Einkauf sowie Wartung und Kontrolle der Flottenfahrzeuge. Weitere Aufgaben sind die Einsatz- und Tourenplanung, die Verfolgung der Flotte und der Ladung sowie das Controlling.

Flurförderzeug

Flurförderzeuge sind Transportmittel, welche zumeist innerhalb des Betriebes auf ebenem Grund angewandt werden.

FOB

siehe Free on Board

Forwarders Certificate of Receipt (FCR)

siehe Spediteur-Übernahmebescheinigung

Fourth Party Logistics Provider (4PL)

Anbieter von 4PL sind eine Art Dienstleistungsagenten. Sie suchen für einen Auftraggeber individuell nach Dienstleistern entlang der kompletten Logistik- oder Lieferkette. Ihre Aufgabe ist es, dem Auftraggeber ein möglichst effektives und kostengünstiges logistisches Komplettpaket zu zusammenzustellen. Häufig besitzen 4PL Provider keine eigenen Anlagen und Ressourcen, sondern handeln ausschließlich als unabhängige Vermittler.
Tritt ein 4PL-Provider als Lead Logistics Provider (LLP) auf, kann er auch Leistungen Dritter durch ergänzende oder unterstützende Tätigkeiten koordinieren und integrieren.

Frachtbrief

Als Frachtbrief werden die Begleitpapiere eines Frachtguts bezeichnet. Der Verlader (Absender) stellt sie aus und gibt sie an den Frachtführer weiter. Der Frachtbrief enthält Angaben zur Art der Fracht, zu Gewicht und Volumen, zum Empfänger und Frankatur. Außerdem werden in ihm die rechtlichen Bedingungen des Frachtvertrags geregelt.

Frachtführer

Er ist derjenige, der gewerbsmäßig den Transport von Gütern zu Land, auf Flüssen oder sonstigen Binnengewässern ausführt (sinngemäß auch auf den Luftfrachtführer - carrier - zu übertragen). Im nationalen Güterfernverkehr mit Kfz nennt man den Frachtführer auch "Unternehmer", im Seefrachtgeschäft "Verfrachter".

Frachtmanagement

Beim Frachtmanagement geht es um die Koordinierung von Fremdfrachtunternehmen, die der schnellen, sicheren und kostengünstigen Auslieferung von Sendungen, häufig mit Integration einer ganzen Reihe von Leistungen, dient.

Frankatur

Die Frankatur sind bestimmte Klauseln in einem Beförderungsvertrag zwischen Auftraggeber und Beförderer. Sie regeln, wer die Kosten des Transports trägt. Ist eine Sendung "franko" oder "frei" trägt der Versender die Kosten. Bei einer "unfreien" Sendung entrichtet sie der Empfänger.

Free Alongside Ship (FAS)

Der Verkäufer ist verpflichtet, die Ware am vom Käufer genannten Ladeplatz des genannten Verschiffungshafens anzuliefern und die Ware Längsseite Schiff bereitzustellen. FAS gehört zu den Incoterms und ist gültig für See- und Binnenschiffstransport.

Free Carrier (FCA)

Der Verkäufer ist verpflichtet, die Ware dem vom Käufer benannten Frachtführer, am benannten Ort zu übergeben. FCA gehört zu den Incoterms und ist gültig für alle Transportarten.

Free on Board (FOB)

Alle logistischen Leistungen bis zur Übernahme des Seeschiffs hat der Versender zu erbringen. Die Gefahren- und Kostenübernahme erfolgt an der Schiffsreling im Ladehafen. FOB gehört zu den Incoterms und ist gültig für See- und Binnenschiffstransport.

Freihandelszone

Es gibt verschiedene Arten von Freihandelszonen. Es kann sich um den Zusammenschluss von mehreren Staaten handeln, mit dem Ziel, Handelshemmnisse wie Zölle zu beseitigen.
Es gibt aber auch nationale Freihandelszonen, die sich häufig in der Nähe von großen Umschlagsplätzen wie Häfen befinden. Dort gibt es ebenfalls Ausnahmen bei der Verzollung. Außerdem locken diese Regionen mit steuerlichen Vergünstigungen. Ziel solcher Freihandelzonen ist es in der Regel, ausländische Investoren zu gewinnen und die Industrie in den Gebieten zu stärken.

Freilager

Bei Freilagern beschränken sich die baulichen Maßnahmen auf eine Befestigung des Bodens, um den Untergrund für den Einsatz von Transportmitteln zu schaffen. Freilager eigenen sich insb. für witterungsunempfindliche Lagergüter. Anderenfalls müssen die Lagergüter zusätzlich gegen den Einfluss der Witterung geschützt werden (z.B. durch Schrumpffolien oder durch Abdecken mit Planen). In den meisten Fällen erfolgt die Lagerung in Form der Bodenlagerung.

FTL

siehe Full Truck Load

Full Container Load (FCL)

Beim FCL wird der Container komplett von einem Versender beladen und an den Frachtführer übergeben.

Full Truck Load (FTL)

Full Truck Load beschreibt einen Lkw, der komplett mit Gütern beladen ist. FTL macht den Transport besonders wirtschaftlich, da die komplette Kapazität des Transportmittels ausgeschöpft wird.

Funktionalorganisation

Die Funktionalorganisation basiert auf dem Gliederungskriterium der Verrichtung.
Die Logistik kann somit einfach als eine weitere Verrichtung zentral oder dezentral in die bestehende Aufbauorganisation eingegliedert werden und steht damit gleichberechtigt neben anderen betriebswirtschaftlichen Grundfunktionen wie Produktion, Absatz und Beschaffung. Grundlegend dafür ist das Verständnis der Logistik als betriebliche Funktion.