Das Logistik-Glossar
EAN-Code
Echtzeit
E-Commerce
Economic Value Added
Economies of Scale
Economies of Scope
ECR
EDI
EDIFACT
Efficient Consumer Response
Efficient Replenishment
EFTA
EHB
Einfahrregal
Einheitenlager
Eisenbahngüterverkehr
Electronic Commerce
Electronic Data Interchange
Elektrohängebahn
Ende-zu-Ende
End-of-Life
Enterprise Application Integration
Enterprise Resource Planning
Entkopplungspunkt
Entsorgungs-Logistik
ER
Erfahrungskurveneffekt
ERP
Ersatzteil-Logistik
Erste Meile
Etagenlager
Europäische Artikel-Nummer
Europäische Freihandelszone/Europäische Freihandelsassoziation
Europalette
Ex Works (EXW)
Expressdienst
EXW
EAN-Code
Der EAN-Code ist ein bestimmter Standard des Barcodes. Er setzt sich in der Regel aus der Länderkennzeichnung, einer so genannten Teilnehmernummer und der Artikelnummer zusammen. Es gibt verschiedene Varianten dieses Standards. Für die Logistik ist der wichtigste der EAN-128-Standard. Er umfasst 128 Zeichen und dient zur Kennzeichnung von Versand- und Handelseinheiten. Der EAN-Code ist mittlerweile auch über die Grenzen Europas hinaus anerkannt und wird unter anderem in Japan und den USA eingesetzt.
Economies of Scale
Deutsch: Skaleneffekt / Größendegressionseffekt
In der Wirtschaft beschreibt der Ausdruck den Effekt, der erzielt wird, wenn ein Unternehmen seine Kosten senkt, indem es die Menge einer Leistung oder eines Produkts steigert.
Beispielsweise verringern sich die Produktionskosten pro Stück, wenn ein Unternehmen nicht 100 Stück pro Tag, sondern 100.000 Stück pro Tag herstellt.
Economies of Scope
Deutsch: Verbundeffekt
Verbundeffekte liegen vor, wenn ein Unternehmen aufgrund von Synergieeffekten mehrere Güter günstiger produzieren oder vertreiben kann als dies andere Unternehmen, welche nur eines dieser Güter herstellen oder vertreiben, können.
Ein Reifenhändler kann beispielsweise davon ausgehen, Felgen mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit verkaufen zu können als ein Händler, der ausschließlich Felgen vertreibt.
EDIFACT
EDIFACT ist die Abkürzung für Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport und steht dementsprechend für den Datenaustausch in elektronischer Form für Verwaltung, Handel und Transport. EDIFACT ist ein branchenübergreifendes internationales Standardformat für den elektronischen Datenaustausch im Geschäftsverkehr (EDI).
Efficient Consumer Response
Um Fehlbestände zu vermeiden, werden im Rahmen von „Efficient Consumer Response“ (ECR) integrierte Informationssysteme aufgebaut.
Basierend auf den Warenwirtschaftssystemen des Handels und ausgehend von der Scannerkasse werden die Verkaufsdaten an die Zentrallager des Handels gemeldet und mit den dortigen Bestandsdaten an die Hersteller gemeldet. Die Hersteller haben dadurch einen Überblick über den Verkauf sowie die Lagerbestände ihrer Produkte und können somit ihre Verkaufsprognosen und ihre Produktion laufend anpassen.
Einfahrregal
Einfahrregale sind ein Spezialfall der Palettenregale und dienen der Blocklagerung mit Lagergestell. Da diese Regale nur Längstraversen aufweisen, können die palettierten Güter nicht nur über- und nebeneinander, sondern auch hintereinander gelagert werden.
Einfahrregale ermöglichen die Nutzung lediglich von einer Seite. Die Be- und Entladung erfolgt damit von einer Seite. Einfahrregale bieten eine maximale Lagerkapazität auf minimalem Raumvolumen. Für die Lagerung von größeren Mengen pro Artikel bei hohem Gewicht und kleiner Artikelanzahl sind Einfahrregalen geeignet, ebenso für druckempfindliche Güter und nicht stapelbare Ladeeinheiten.
Einheitenlager
Auch: Reservelager
Das Einheitenlager dient der Zeitüberbrückung von Gütern, die in derselben Einheit eingelagert, gelagert und ausgelagert werden.
Wegen der dadurch bedingten großen Uniformität der Tätigkeiten sind Einheitenlager in hohem Maße automatisierbar. Da die Bewegungsprozesse stark im Hintergrund stehen, kann eine extreme Raumausnutzung erreicht werden.
Gehen die Einheiten nach der Auslagerung nicht direkt zum Warenausgang, sondern in ein Kommissionierlager, so werden die Einheitenlager auch als Reservelager bezeichnet, in dem die Güter in großen Mengen und Einheiten relativ lange Zeit lagern.
Electronic Data Interchange
deutsch: elektronische Datenübertragung
Die Vernetzung von Unternehmen mittels Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht in den B2B-Beziehungen eine beschleunigte Auftragsabwicklung und führt somit zu kürzeren Reaktionszeiten auf Kundenaufträge. Die elektronische Datenübertragung bietet die Möglichkeit, Point of Sale Daten der gesamten Supply Chain (Logistikkette) aktuell und jederzeit zugänglich zu machen, wodurch sich die Planungs- und Dispositionssicherheit erhöhen lässt.
"Electronic Data Interchange"-Systeme können diese Aufgabe übernehmen, wobei neben Berichts- und Planungsdaten wie Point of Sale-Daten, Lagerdaten, Forecasts, Werbemaßnahmen und Neuprodukteinführungen, auch Transaktionsdaten wie Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen mit Hilfe internationaler Kommunikationsstandards transferiert werden können. Ein bedeutender internationaler, branchenübergreifender EDI-Standard ist EDIFACT. Die hohen Implementierungs- und Betriebskosten können durch ein internetbasiertes Web-EDI verringert werden.
Enterprise Application Integration
Enterprise Application Integration ist ein Konzept zur prozessorientierten Integration von Anwendungssystemen in heterogenen IT-Anwendungsarchitekturen. Im Gegensatz zu EDI, von dem man grundsätzlich nur bei Beteiligung von mindestens zwei unterschiedlichen Partnern (Unternehmen, Behörden etc.) spricht, wird der Datenaustausch innerhalb einer Organisation als Enterprise Application Integration bezeichnet.
Enterprise Resource Planning
Enterprise Resource Planning (ERP) ist ein umfassendes EDV-System, das die Geschäftsprozesse und Ressourcen in einem Unternehmen abbildet und zur Steuerung der Prozessabwicklung dienen kann. ERP-Systeme können dabei neben der Materialwirtschaft und Produktion auch das Finanz- und Rechnungswesen, die Personalwirtschaft, die Forschung und Entwicklung, das Marketing und die Stammdatenverwaltung steuern. Der größte Anbieter von ERP-Systemen ist SAP mit Produkten wie SAP R/3 oder mySAP.
Entkopplungspunkt
Englisch: Order Penetration Point, Freezing Point
Die für die Aufschiebeentscheidung wichtige Schnittstelle zwischen der auf Prognosen basierenden erwartungsbezogenen Produktion und der auf Kundenaufträgen basierenden auftragsbezogenen Produktion wird Entkopplungspunkt genannt.
Im Entkopplungspunkt sollte der Punkt, an dem eine große Zahl von Produktvarianten entsteht, mit dem Punkt zusammenfallen, ab dem die Kundenaufträge den Logistikkanal steuern. Denn dann können die Varianten ohne Lager- und Veralterungsrisiko gefertigt und verteilt werden.
Bis zum Entkopplungspunkt wird der Güterfluss durch Prognoseinformationen angetrieben (Push-Prinzip). Ab dem Entkopplungspunkt wird der Güterfluss durch Kundenaufträge angezogen (Pull-Prinzip).Der Entkopplungspunkt sollte daher im Hinblick auf die Lagerhaltungskosten auf einer Ebene möglichst niedriger Wertschöpfung angesiedelt werden.
Entsorgungs-Logistik
Entsorgungs-Logistik umfasst die Anwendung der Logistikkonzeption auf Rückstände (Sekundärrohstoffe, Abfälle). Neben ökonomischen Zielen orientiert sich die Entsorgungs-Logistik an ökologischen Zielen. Sie trägt durch Übernahme spezifischer Aufgaben der Entsorgung aktiv zur Lösung ökologischer Probleme bei und zeigt die Rolle der Logistik im Umweltschutz auf.
Erste Meile
Der Begriff erste Meile bezieht sich auf den Weg der Ware in das Transportnetzwerk. Beispielsweise kann ein Paket von einem Kurier im Büro des Versenders abgeholt werden, vom Versender in einer Postfiliale verschickt werden, oder sogar vom Versender einem Kurier an einem beliebigen Ort einfach übergeben werden.
Europäische Artikel-Nummer
englisch: European Article Number (EAN)
EAN war früher der Name der "European Numbering Association", einer Organisation die Kennzeichnungsstandards für Barcodes entwickelt hat. Heute heißt die Organisation "EAN International" und hat ihren Sitz in Brüssel. Ihr sind rund 100 nationale EAN-Organisationen weltweit angeschlossen.
Europäische Freihandelszone/Europäische Freihandelsassoziation
englisch: European Free Trade Association (EFTA)
Die EFTA wurde 1960 von Staaten gegründet, die nicht der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) angehörten. Sie sollte die Handelsinteressen der teilnehmenden Staaten schützen. Mittlerweile sind einige dieser Staaten der heutigen EU beigetreten. Die aktuellen Mitglieder sind Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.
Ex Works (EXW)
deutsch: Ab-Werk-Verkäufer
Der Auftraggeber (z.B. Spediteur, Frachtführer) bestimmt alle logistischen Leistungen und übernimmt alle dafür anfallenden Logistikkosten. Die Leistungen des Versenders (Verkäufer oder Hersteller) enden mit der Beladung des Transportmittels. Ex-Works (EXW) gehört zu den Incoterms und ist gültig für alle Transportarten.
Expressdienst
Expressdienste befördern meist hochwertige Sendungen mit einer hohen Geschwindigkeit und Lieferzuverlässigkeit. Der Transport erfolgt im Unterschied zu Kurierdiensten nicht direkt exklusiv und persönlich. Allerdings wird der Expresstransport „aus einer Hand“ abgewickelt. Fest definierte Zustellzeiten, wie beispielsweise bis 8:00 Uhr, 9:00 Uhr und 10:00 Uhr werden angeboten.

