Logistik in Südafrika
Südafrika spiegelt mit seinen Wüsten, Steppen und Regenwäldern die ganze Vielfalt des gesamten Kontinents wider - und ist dabei das am weitesten entwickelte Land Afrikas. Dies belegt auch die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Es wird erwartet, dass diese das Land wirtschaftlich weiter voranbringt.
Geografische Herausforderungen in Südafrika
Die Herausforderungen in Südafrika sind äußerst vielfältig. So gibt es neben tropischen Klimazonen auch viele Wüstenregionen, hohe Gebirgsketten und zahlreiche Urwälder. Hinzu kommen die teilweise instabile politische Lage sowie große Einkommensunterschiede in den verschiedenen Gebieten.
Kernländer für den Warenaustausch
Die meisten südafrikanischen Produkte gehen nach Japan, in die USA und nach Großbritannien, Deutschland und die Niederlande. Größter Importeur ist Deutschland, gefolgt von China, den USA, Japan und Saudi-Arabien [1].
Infrastruktur
Die Infrastruktur ist in den meisten afrikanischen Ländern nur sehr begrenzt ausgebaut. Selbst in den größeren Seehäfen ist die Situation kaum mit westlichen Standards zu vergleichen. Auch in Ländern mit einem robusten Wirtschaftswachstum wie Südafrika befindet die Verkehrsinfrastruktur in einem mangelhaften Zustand. Dabei stellt vor allem die schlechte Infrastruktur in den Häfen ein großes Problem dar. Sie führt zu tagelangen Wartezeiten für die zu entladenden Schiffe. Diese Situation macht auch deutschen Unternehmen zu schaffen, die in Südafrika produzieren. So stoßen z. B. die Kfz-Verladeterminals in den Häfen für Unternehmen wie Daimler oder VW, die ihre Autos auch aus Südafrika exportieren, an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Unternehmen hoffen daher auf Investitionen in den Häfen von East London bzw. Port Elizabeth [2].
Logistikanforderungen und Logistikbereiche
Im Rahmen der Kontrakt-Logistik Kontrakt-Logistik übernehmen logistische Dienstleister die Versorgung von Produktionsstätten in Südafrika. So beliefern sie z. B. die CKD Completely Knocked Down -Produktionsstätte eines großen deutschen Automobilherstellers Just-in-Time Just-in-Time mit Komponenten, die dann direkt aus der Verpackung verbaut werden [3].
Auf dem Transportmarkt haben sich besondere Transportbehälter durchgesetzt, die vor Diebstahl schützen sollen. So transportiert Toyota seine Fahrzeuge in speziellen Containern Container , da während Stillstandzeiten der offenen Autozüge zu viele Autoteile abhanden gekommen sind.
Logistikzentren
Große logistische Zentren sind die Gegend um Johannisburg und Pretoria sowie die Hafenstädte Durban, Kapstadt, East London und Port Elizabeth. Vor allem für den Rohstofftransport sind darüber hinaus Guateng und Sishen sowie die Rohstoffhäfen in Richards Bay und Saldanha Bay von Bedeutung.
Wichtige Logistikdienstleister
In Südafrika sind vor allem ausländische bzw. international agierende Logistikdienstleister stark vertreten, die über weltweite Logistiknetzwerke verfügen. Alle Dienstleister unterhalten Niederlassungen in den südafrikanischen Logistikzentren Johannesburg bzw. Pretoria, Kapstadt, Durban, Port Elizabeth und East London. Die Lagerkapazitäten werden stark an dem Kundenkreis ausgerichtet, oftmals werden Lager angemietet. Die großen internationalen Logistikdienstleister in Südafrika sind DHL, Schenker, Kühne & Nagel, Expeditors und Hellmann.
Zu den wichtigsten südafrikanischen Logistikdienstleister zählen Safcor Panalpina, Micor, Megafreight und Röhlig Grindrod.
Literatur-Empfehlungen
Fundamentals of Logistics Management | Grant / Lambert / Stock / Ellram 2005
Quellen
[1] The World Fact Book | Central Intelligence Agency 2007
[2] Südafrika | Ehlers 2006. In: Transport und Logistik | Bundesagentur für Außenwirtschaft (Hrsg.)
[3] Vorsprung durch Logistik | Thiel Logistics+Services 2004



