Der Versand mit Verstand für die Umwelt
Der vollständige Einsatz klimafreundlicher Technologien ist in vielen Fällen nicht ohne weiteres möglich. Daher werden auch besonders umweltfreundliche Unternehmen in absehbarer Zeit weiterhin Treibhausgase ausstoßen. Allerdings können diese Unternehmen dennoch etwas für das Klima tun, und die Emissionen durch gezielte Projekte ausgleichen. Für den Versand von Paketen oder Briefen hat Deutsche Post World Net eine entsprechende Produktlinie eingeführt: Mit GOGREEN ist ein CO2-neutraler Versand möglich.
Die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen braucht Zeit
Das Kyoto-Protokoll verpflichtet die Vertragsstaaten auf einen Gesamtrahmen für ihre Maßnahmen gegen die globale Erwärmung. Es bekräftigt, dass das Klimasystem eine gemeinsame Ressource ist, deren Stabilität durch Treibhausgase wie Kohlendioxid beeinträchtigt wird.
Eine direkte Reduzierung der Emission von Treibhausgasen spielt daher weltweit eine wichtige Rolle für Unternehmen. Allerdings ist der vollständige Einsatz klimafreundlicher Technologien in vielen Fällen nicht ohne weiteres möglich. Zum einen sind sehr hohe Investitionen notwendig, zum anderen sind die alternativen Technologien in vielen Fällen noch nicht ausreichend entwickelt. So dauert es z. B. mindestens einige Jahre, bevor Fuhrparks komplett auf klimafreundliche Technologien umgestellt sind. Aus der Sicht von Wissenschaftlern sind allerdings sofortige Handlungen notwendig, um den Klimawandel zumindest zu verlangsamen.
Dieser Widerspruch kann zumindest teilweise aufgelöst werden. Unternehmen, die durch ihr Handeln Treibhausgase ausstoßen, könnten in Projekte investieren, durch deren Umsetzung der Treibhauseffekt reduziert wird. Jeder einzelne Konsument könnte auswählen, ob er einen Aufpreis in Kauf nimmt, um sicherzustellen, dass die ökologischen Auswirkungen seiner Konsumentscheidung minimiert werden. Beispiele finden sich in der Automobilindustrie und bei Airlines. So kann der Konsument z. B. ein etwas teureres, aber umweltverträgliches Fahrzeug erwerben. Oder er wählt beim Kauf eines Flugtickets eine Option, durch die umweltfreundliche Projekte mit einem bestimmten Geldbetrag unterstützt werden.
Diesen Service gibt es jetzt auch in der Logistikbranche: Deutsche Post World Net, der Konzern, zu dem auch DHL gehört, hat das Produktsegment GOGREEN entwickelt.
GOGREEN - die innovative Lösung für den CO2-neutralen Versand
Im Sommer 2005 hat Deutsche Post World Net ein strategisches Projekt gestartet, das gleichermaßen durch ökologische wie ökonomische Überlegungen veranlasst worden war. Ziel war es, im Detail zu untersuchen, wie die Emissionen und der Kraftstoffverbrauch bei den europäischen Straßentransporten gesenkt werden können. Entdeckt wurde dabei letztlich ein ganz neues Produktsegment: die CO2-neutrale Paketsendung. Dies war die Geburtsstunde der Marke GOGREEN.
Im Jahr 2006 arbeitete ein konzernübergreifendes Team neue GOGREEN-Services aus, darunter Mitarbeiter des Technologie und Innovation Managements, des Geschäftsbereichs DHL EXPRESS sowie des Bereichs „Politik und Nachhaltigkeit“. Erster Meilenstein der Klimaschutzinitiative war das GOGREEN-Sortiment für Geschäftskunden. Seit 2006 werden auch für Privatkunden GOGREEN-Produkte angeboten. Für einen Mehrpreis von maximal 10 Euro-Cent gegenüber den herkömmlichen Produkten gleicht DHL dabei alle während des Transports entstehenden Kohlendioxid-Emissionen durch unternehmensinterne oder externe Klimaschutzmaßnahmen aus.
Die Berechnung der Kohlendioxid-Emissionen
Für die Berechnung der Kohlendioxidemissionen wurde ein eigenes IT-Tool entwickelt: ACCEPT - als Abkürzung für „Automated Customer Calculation of Environmental Performance Tool“. Dieses berechnet für jede einzelne Sendung automatisch die verursachten Kohlenstoffdioxidemissionen. Dabei wird jeder Streckenabschnitt und das jeweils eingesetzte Transportmittel berücksichtigt.
ACCEPT speichert für DHL-Kunden die Gesamtmenge an durch Projekte ausgeglichenen Kohlendioxidemissionen. Der gesamte Carbon Management-Prozess wird von der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft SGS Group gemäß ISO 14064-I überprüft.
Beispiele für durch GOGREEN geförderte Projekte
Die Erlöse aus GOGREEN-Produkten investiert Deutsche Post World Net in Maßnahmen, bei denen die Kohlendioxidmenge, die während des Transports ausgestoßen wird, eingespart oder der Atmosphäre wieder entzogen wird. Einen großen Teil des Klimaschutzbeitrages erreicht Deutsche Post World Net mit internen Projekten, z. B. indem Fahrzeuge mit alternativen Antrieben oder Kraftstoffen eingesetzt werden. Ziel ist es dabei, die Reichweite und Standfestigkeit dieser Antriebe zu verbessern und Erkenntnisse für die Großserienfertigung dieser Fahrzeuge zu gewinnen. Eine Vielzahl namhafter Nutzfahrzeughersteller ist als Technologiepartner beteiligt.
Darüber hinaus werden externe Projekte gefördert. In Deutschland wird beispielsweise ein Projekt zur Minderung von Treibhausgasemissionen gefördert. In Süd-Ost-Asien fördert Deutsche Post World Net Solarenergieprojekte, in Lateinamerika helfen Gelder des Konzerns, Regenwälder wieder aufzuforsten.






