Clevere Logistik nach dem Baukastenprinzip

Um einen Container oder Laderaum optimal zu füllen, müssen Verpackungen gewissen Größen- und Form-Ansprüchen genügen. Öffnet man z. B. einen Container oder Laderaum, fühlt man sich häufig an eine Matrjoschka erinnert - die bunt bemalte und eiförmige russische Puppe. Immer mehr Verpackungen kommen zu Tage, die wiederum kleinere Verpackungen beinhalten können. Häufig müssen dann einige Verpackungsstufen geöffnet werden bis man an das eigentliche Gut gelangt. Das Konzept der modularen Verpackung sorgt dabei für eine ökonomische Auslastung.

Modularisierung erleichtert den Aufbau einer Transportkette

Aufeinander abgestimmte, modulare Verpackungssysteme werden benötigt, da in einer Transportkette normalerweise verschiedene Unternehmen zusammenarbeiten und verschiedene Verpackungsstufen vorliegen können. Das heißt, die Abmessungen der kleinen Verpackungen (z. B. Kleinbehälter, Paletten), der größeren Verpackungen (z. B. Container) und sogar der Laderäume müssen übereinstimmen.
Von der Verpackungswirtschaft wurde dazu ein Verpackungs- bzw. Stellflächenmodul mit einem auf die Palette abgestimmten Aufbau von Einzel-, Sammel- und Versandverpackungen entwickelt. Dieses Verpackungsmodul mit den Abmessungen 400 × 600 mm ist sowohl für eine 800 × 1.200 mm als auch für eine 1.000 × 1.200 mm große Palette Palette optimal geeignet. Durch ein Vervielfachen oder Teilen der Modulgrundmaße 400 mm und 600 mm ergibt sich ein Gesamtsystem modularer Verpackungen. Dieser Standard ist in Europa weit verbreitet. In Nordamerika werden die ISO-Paletten mit anderen Abmessungen verwendet - das Prinzip ist jedoch gleich.
Innenabmessungen und Tragfähigkeiten der größeren Verpackungen (z. B. Container) müssen mit den Außenabmessungen und Tragfähigkeiten der kleineren, darin unterzubringenden Verpackungen (z. B. Paletten) übereinstimmen. Unterschiedliche Innenabmessungen von Containern können jedoch zu einer unterschiedlichen Flächenausnutzung durch Paletten führen. Beispielsweise passen die Maße der Europalette Europalette nicht zu denen des ISO-Containers. Somit wird ein ISO-Container mit Europaletten nicht optimal beladen.
Um nicht nur die Fläche, sondern auch den Raum optimal auszunutzen, ist auch die Packstückhöhe zu berücksichtigen. Für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel werden deshalb auch einheitliche Ladehöhen für Euro-Paletten in der Lebens¬mittelwirtschaft empfohlen. Wichtige Maße bei der Größenauswahl von modularen Verpackungen sind [1, 2]:

  • Laderaumhöhen von Fahrzeugen und Behältern
  • Regalhöhen
  • Raumhöhen
  • Hubhöhen von Flurförderzeugen [Flurförderzeuge]
  • Türmaße der Aufzüge

Literatur-Empfehlungen

Logistiksysteme | Pfohl 2004

World-Class Warehousing and Materials Handling | Frazelle 2002

Quellen

[1] Logistiksysteme | Pfohl 2004
[2] Materialfluß und Steuerung | Eggenstein / Herbst / Jansen 1981. In: Betriebsleiter Handbuch | Volk (Hrsg.)

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