Weltweite Ziele erreichen mit modernster Technologie

Seit den Anfängen der Post zu Zeiten von Thurn und Taxis hat sich viel getan. Dabei hat sich auch in den letzten Jahren die traditionelle Auslieferung von Briefsendungen zwischen Garmisch und Flensburg mit ihren ausgeprägten Netzstrukturen und komplexen Sortieranlagen nochmals deutlich gewandelt. Denn durch moderne Logistikprozesse und -technologien erreichen die Briefe heute mit hoher Geschwindigkeit jede Ecke der Welt.

Der Ablauf der Brief-Zustellung

Bei den Aktivitäten von Postunternehmen werden traditionell die Wertschöpfungsstufen Einsammlung, Sortierung, Transport und Zustellung unterschieden.

Einsammlung

Nach der Vorstellung vieler Privatkunden erfolgt die Einsammlung von Briefen über Briefkästen. Dies betrifft aber weniger als 20 Prozent aller Briefe. Der Großteil aller Briefe hingegen wird von den Versendern direkt zu Postfilialen oder Briefzentren geliefert. In vielen Fällen wird diese Dienstleistung auch von so genannten Konsolidierern durchgeführt, die die Sendungen abholen und an einen Postkonzern übergeben. Sie bieten dazu oft auch weitere Dienstleistungen wie Druck, Kuvertierung oder Adressierung an [1].

 

Sortierung

Im Quellort der jeweiligen Briefbeförderung werden die Briefe in den Briefzentren mit Hilfe von schnellen, hoch automatisierten Sortiermaschinen nach Bestimmungsorten geordnet. Dabei werden auch vier Brieftypen nach Format und Gewicht unterschieden. In Deutschland gibt es derzeit 82 Briefzentren. Die größeren Briefzentren verarbeiten über eine Millionen Briefe pro Tag. Dort wird oft in drei Schichten fast rund um die Uhr gearbeitet. Briefe mit maschinenlesbarer Anschrift werden dabei automatisch gelesen und für die Briefverteilanlage codiert. Nicht automatisch les- oder verarbeitbare Briefe werden manuell verarbeitet. Nach dem Transport bzw. beim Eintreffen am Zielort erfolgt dann eine zweite Sortierung nach Zustell-Stützpunkt oder Zustellrouten [1].

 

Transport

Nach der Sortierung an der Quelle werden die Briefsendungen an den Sortierort in der Nähe der Senke (also des Zielorts) transportiert. National findet der Transport meist mit dem LKW unterschiedlicher Größen auf Basis eines Multistopp- oder Depot-Netzwerkes statt, international mit dem Flugzeug. Eine Ausnahme stellt hierbei Europa dar: Innerhalb Europas erfolgen auch internationale Transporte oft mit dem LKW. Bei nationaler Briefsendung erreichen die Briefe ihre Zielregion in der Regel über Nacht [1].

 

Zustellung

Briefe werden entweder von Zustellern auf Zustellerrouten zugestellt oder zur Abholung durch den Empfänger bereitgelegt. Dazu ist ein zweiter Sortiervorgang zur Verteilung der Briefmengen nach Zustell-Stützpunkt oder Zustellrouten notwendig. Zum Einsatz kommen in der Zustellung vor allem kleinere Lieferwagen und das Lastenfahrrad. In manchen Länder oder Regionen werden die Briefe sogar per Postboot, -moped oder -kahn bis zum Kunden geliefert. Die Zustellung verursacht dabei fast 50 Prozent der Gesamtkosten [1].

Literatur-Empfehlungen

Handbuch der Verkehrslogistik | Buchholz / Clausen / Vastag 1998

Quellen

[1] Netzzugang und Wettbewerb bei Briefdiensten | Kruse / Liebe 2005

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