Netzwerke als Schlüssel zum Erfolg

Seit dem Markteintritt Mitte der 70er Jahre haben sich Kurier-, Express- und Paket-Dienste erfolgreich entwickelt - sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt. Das liegt zum einen an den klar strukturierten Abläufen bei den Transportleistungen sowie an einer modernen Informationsverarbeitung, zum anderen an besonderen Kundenservices. Durch diese Innovationen haben die KEP-Dienstleister es erreicht, sich weltweit auf dem Markt für Logistikdienstleistungen zu etablieren.

Die Netzwerktypen im KEP-Markt

Grundlage für die KEP-Dienste KEP-Dienste sind ausgeprägte Netzwerke. Diese können je nach Produktform unterschiedlich gestaltet sein, so dass sich im KEP-Markt verschiedene Netzwerktypen herausgebildet haben. Im Einzelnen zu nennen sind das Direktverkehrsnetz, das Multistopp-Netz, das Depot-Netzwerk und das Hub-and-Spoke-Netzwerk [1].

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Direktverkehrsnetz

Das Direktverkehrsnetz ist der einfachste Netzwerktyp. Dieses Point-to-Point-Netzwerk kommt insbesondere bei Stadtkurieren zum Einsatz. Aber auch national und international tätige Kurierdienste folgen diesem Konzept häufig, insbesondere beim Versand zeitkritischer oder wertvoller Waren [1].

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Multistopp-Netz

In Multistopp-Netzen werden Abhol- bzw. Zustellpunkte vernetzt. Mit diesen - auch als „Milk Run“ bezeichneten - Netzen wird durch Bündelung eine höhere Auslastung der Fahrzeuge erreicht. Allerdings stellt dieser Netzwerktyp höhere Ansprüche an die Transport- und Tourenplanung. Während Multistopp-Netze bei der klassischen Post und im Bereich des Stückgutverkehrs gebräuchlich sind, werden sie im KEP-Bereich selten eingesetzt [1].

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Depot-Netzwerk

Ein Depot-Netzwerk ist typisch für Paketdienste. Bei diesem Netzwerktyp wird in einer Region ein Depot mit Sammel- und Verteilfahrten errichtet. Sendungen werden zwischen einzelnen Depots ausgetauscht. Bei der Planung eines Depot-Netzwerkes muss berücksichtigt werden, dass Fahrer auch bei maximaler Distanz ihre erlaubte Fahrzeit einhalten können. Die Hauptfunktionen eines Depots liegen im Umschlagen und Bündeln. Für eine effiziente Nutzung sind hohe Sendungszahlen erforderlich [1].

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Hub-and-Spoke-Netzwerk

Ein Hub-and-Spoke-Netzwerk besteht aus einem zentralen Hub und entfernten Lagern. Zwischen den einzelnen Lagern und dem Hub besteht jeweils nur eine Verbindung. Dieser Netzwerk-Typ minimiert die nötige Anzahl von Transportverbindungen. In der Distribution von Paketen werden Hub-and-Spoke-Netzwerke häufig mit Depot-Netzwerken kombiniert. Dabei werden die Sendungen von aufkommensstarken Verbindungen mit Direktverkehren (wie in Depotnetzwerken) gefahren. Bei der Planung eines Hub-and-Spoke-Netzwerkes ist darauf zu achten, dass alle Depots von dem Hub aus in ungefähr der gleichen Fahrzeit erreicht werden können. Dies erklärt die meist zentrale Lage eines Hubs in einem Land [1].

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Hub-and-Spoke-Netzwerk mit regionalen Sub-Hubs

Ein Hub-and-Spoke-Netzwerk kann durch regionale Sub-Hubs ergänzt werden. In aufkommensstarken Bereichen - wie z.B. dem Ruhrgebiet in Deutschland oder dem süddeutschen Wirtschaftsraum - werden Sendungen mit der gleichen Zielregion zunächst in regionalen Hubs vorsortiert. So lassen sich die Verkehre zu dem Zentralhub entlasten und die Transportvorgänge reduzieren. Durch die LKW-Maut sind die Transporte teurer geworden. Um die gefahrenen Kilometer zu verringern, werden daher vermehrt regionale Hubs eingerichtet [1].

Netzwerktypen von KEP-Diensten
Quelle: Logistik | Vahrenkamp 2007

Vorreiter bei der Informationsverarbeitung

Auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung haben sich die Paketdienste Paketdienst als entscheidende Schrittmacher zur Einführung innovativer Konzepte für die gesamte Logistikindustrie erwiesen. So können die KEP-Dienste KEP-Dienste z. B. durch die Barcodetechnik Barcode eine hohe Prozesssicherheit und einen hohen Lieferservice gewährleisten. An allen wichtigen Stationen des gesamten Distributionsprozesses wird dazu der Barcode des Paketes gescannt und als Zeitmarke im Computersystem hinterlegt. Dies gilt sowohl für Stationen wie Abholung, Einlieferung ins Regionaldepot und Einlieferung in den Zentralhub als auch für das Verlassen des Zentralhubs sowie die Auslieferung beim Empfänger. Somit stehen über die gesamte Transportkette Transportkette Informationen zu den Transportgütern zur Verfügung [1].
Um die Abläufe weiter zu verbessern, wird bei KEP-Dienstleistern zudem die Einsatzfähigkeit innovativer Kommunikations- und Identifikationstechnologien wie RFID Radio Frequency Identification überprüft.

Innovationen im Kundenservice

Als einer der Ersten haben Paketdienstleister ihren Kunden mit „Track and Trace Tracking & Tracing ” über das Internet eine Schnittstelle zur Statusabfrage von Sendungen ermöglicht. Im Marketing wird diese Möglichkeit als wichtiges Instrument der Kundenbindung gesehen.
Darüber hinaus ist das Preissystem von KEP-Diensten KEP-Dienste meist sehr einfach und transparent für den Kunden. Er erhält z. B. Preistabellen, die für den Inlandsbereich nur nach Gewicht, Größe und Zeitpunkt der Zustellung gestaffelt sind. Dabei sind Kalkulationen der Preise bereits bei der Auftragsvergabe möglich [2].

Literatur-Empfehlungen

Logistik | Vahrenkamp 2007

Kurier-, Express-, Paketdienste und Stadtlogistik | Glaser 2000

Quellen

[1] Logistik| Vahrenkamp 2007

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