Es ist alles eine Frage des Preises
Wie in der Beschaffungs-Logistik spielen auch in der Distributions-Logistik die Konditionen, zu denen eine Gütertransformation erfolgt, eine entscheidende Rolle. Dabei stellt sich im Rahmen der Konditionenpolitik z. B. die Frage, wo die logistische Kontrollspanne der involvierten Parteien beginnt und wo sie endet. Zudem ist die Haftung und die Rabattpolitik eines Unternehmens aus distributionslogistischer Sicht besonders wichtig.
Standort und Menge machen den Unterschied
Beziehungen zwischen der Konditionenpolitik und der Distributions-Logistik Distributions-Logistik bestehen in erster Linie beim Preis. In zwei Bereichen der Preispolitik müssen zusätzliche logistische Kostenbetrachtungen angestellt werden: in der räumlichen Preisdifferenzierung und der Preisdifferenzierung nach Absatzmengen.
Preisunterschiede nach Standort
Bei der räumlichen Preisdifferenzierung wird beispielsweise ermittelt, inwieweit die Kosten der Auslieferung des Gutes bereits im Preis enthalten sind. Wird „frei Haus“ geliefert, so trägt der Lieferant die gesamten Kosten und das Risiko. Versteht sich der Preis „ab Werk“, so wird der Kunde im Allgemeinen die ihm entstehenden zusätzlichen Kosten bei der Einkaufskalkulation zum Preis addieren. Bei internationalen Geschäften werden diese Fragen häufig in standardisierten Klauseln geregelt - den so genannten Incoterms Incoterms [1].
Preisunterschiede nach Absatzmengen
„3 Teile kaufen, nur 2 Teile bezahlen.“ Was Konsumenten beim Kauf neuer Artikel bekannt ist, ist auch für Unternehmen gang und gäbe - jedoch im größeren Stil. Mit Mengenrabatten sollen in der Beschaffung möglichst günstige Einkaufskonditionen erzielt werden. Wird jedoch beispielsweise ein Mengenrabatt bei der Abnahme von 1000 Schrauben gewährt, stellt es die Distributions-Logistik Distributions-Logistik vor ein Problem, wenn die Verpackung der Schrauben nur für die standardmäßige Abgabemenge von 800 Schrauben optimiert ist.
Der Lieferant muss also versuchen, bei seiner Rabattpolitik die Distributions-Logistik Distributions-Logistik zu berücksichtigen. Die mit der Auftragsgrößen- bzw. Abnahmemengenkonzentration verbundenen Anforderungen an Transport, Umschlag, Lagerung und Verpackung sollten dabei mit den Möglichkeiten des logistischen Systems übereinstimmen [1].
Literatur-Empfehlungen
Purchasing and Supply Chain Management | Quayle 2006
Logistiksysteme | Pfohl 2004
Gower Handbook of Purchasing Management | Day 2002
Quellen
[1] Logistiksysteme | Pfohl 2004


