Das optimale Verhältnis zwischen Qualität und Kosten

Unternehmen streben stets nach einer Optimierung ihrer Leistungen bei gleichzeitiger Reduzierung der Kosten. Von effizienten Systemen kann dabei gesprochen werden, wenn das Verhältnis von erzielten Leistungen und in Kauf genommenen Kosten optimal ist. Die Planung von Logistikaktivitäten beschränkt sich daher niemals auf das Kosten- oder das Leistungsziel allein. Vielmehr ist es die Aufgabe, beide Ziele perfekt miteinander zu verbinden.

Input und Output in perfekter Balance

Logistikdenken ist niemals nur ein Kosten-, sondern immer auch ein Leistungsdenken. Dabei sind Logistikkosten nur dann gerechtfertigt, wenn sie durch entsprechende Logistikleistungen verursacht werden.
Bei der Gestaltung effizienter Logistiksysteme müssen daher sowohl die Logistikkosten (Input) als auch die Logistikleistungen (Output) als Ziele berücksichtigt werden. Dabei ist weder eine einseitige Ausrichtung an dem Ziel der Kostenminimierung noch eine einseitige Ausrichtung am Ziel der Servicemaximierung erwünscht. Es gilt, die perfekte Balance zwischen diesen Zielen zu finden.

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Die Grafik zeigt, dass eine weitere Verbesserung eines bereits sehr hohen Serviceniveaus einen überproportionalen Kostenanstieg verursacht. Beim Umsatzerlös hingegen bewirkt eine zusätzliche Serviceoptimierung nur noch ein stark unterproportionales Umsatzwachstum. Daraus ist ersichtlich, dass der größte Gewinnbeitrag des Lieferservices keineswegs bei einem maximalen Serviceniveau liegt. Auf der ökonomischen Ebene entspricht also das Effizienzdenken dem bekannten Rentabilitätsziel, das durch die Relation von Gewinn zu Kapital gemessen wird. Die Inputgröße ist in diesem Fall das Kapital, das in Logistiksystemen gebunden ist. Die Outputgröße ist der Gewinnbeitrag, der von Logistiksystemen geleistet wird [1].

Effizienzdenken und Individualisierung in enger Verbindung

Heutzutage haben Kunden immer häufiger individuelle Anforderungen und Wünsche, denen ein Standardprodukt bzw. -service nicht mehr gerecht wird. Darauf muss die Logistik mit maßgeschneiderten Problemlösungen reagieren, die flexibel angepasst und gehandhabt werden können.
Die steigende Nachfrage nach diesen kundenindividuellen Problemlösungen stellt jedoch eine Herausforderung für das Effizienzdenken in der Logistik dar. Wenn nämlich das Ziel verfolgt wird, Kundenwünsche möglichst individuell und flexibel zu erfüllen, wird die Abstimmung und Auslastung der Kapazitäten deutlich schwieriger. Dies kann zu einer Erhöhung der Logistikkosten führen.
Daher gewinnen hybride Strategien vermehrt an Bedeutung, die zeitgleich eine Kostenführerschafts- und eine Differenzierungsstrategie verfolgen. Ein Beispiel ist das Mass-Customization-Konzept Mass-Customization , das auf einem Aufschieben der Variantenbestimmung (Postponement Postponement ) und der Nutzung von Größen- und Synergieeffekten in der Produktion der standardisierten Module beruht. Damit wird sowohl ein hoher Kundennutzen durch Differenzierung als auch eine Kostenführerschaft ermöglicht [2].

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Literatur-Empfehlungen

Logistiksysteme | Pfohl 2004

Logistics and Supply Chain Management | Christopher 2004

Marketing Logistics | Christopher / Peck 2003

Quellen

[1] Logistiksysteme | Pfohl 2004
[2] Logistikmanagement | Pfohl 2004

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