Die wichtige Frage nach dem Budget
Budgetierung beinhaltet den Prozess der betriebswirtschaftlichen Planung. Das Ergebnis ist ein kurzfristiger Unternehmensplan, der das Geschäft für die Zukunft des Unternehmens aufzeigt. Auch für die Logistik wird dies durchgeführt. Dazu gibt es für die Erstellung grundsätzlich drei Methoden: die Top-Down-, Bottom-up-, und Gegenstrom-Budgetierung. Je nach Einsatzzweck haben alle drei Alternativen ihre Vorteile. Dabei wird die Gegenstrom-Budgetierung in der Logistik am häufigsten angewendet.
Verfahren der Logistikbudgetierung
Unter einem Budget wird ein in quantitativen Größen formulierter Plan verstanden, der einem Verantwortungsbereich bzw. einer Entscheidungseinheit im Rahmen der starren Jahresplanung vorgegeben wird - meist für eine einjährige Periode. In der Unternehmenspraxis werden vorwiegend monetäre Größen verwendet. Durch die Differenzierung des Gesamtbudgets in Teilbudgets der einzelnen Verantwortungsbereiche des Unternehmens werden die Ressourcen verteilt, die zur Verfügung stehen. So findet durch die Budgetierung eine Ressourcenallokation statt [1].
Input- und outputorientierte Budgetierung
Es lässt sich zwischen der input- und outputorientierten Budgetierung unterscheiden. Die inputorientierte Budgetierung erfasst lediglich die einzusetzenden Ressourcen. Sie stellt keine Verbindung zu den Unternehmenszielen her. Damit ist sie kein geeignetes Instrument zur Ressourcenallokation. Bei der outputorientierten Budgetierung hingegen werden die Ressourcen aus den Zielen und Programmen des Unternehmens abgeleitet [1].
Top-Down-, Bottom-up-, Gegenstrom-Budgetierung
Nach der Art der Budgeterstellung wird die Top-Down-, Bottom-up- und Gegenstrom-Budgetierung differenziert. Bei der Top-Down-Budgetierung werden die Teilbudgets entsprechend der Unternehmenshierarchie aus den obersten Unternehmenszielen abgeleitet. Bei der Bottom-up-Budgetierung wird dagegen das Gesamtbudget durch die sukzessive Zusammenfassung von Teilbudgets ermittelt. Die Gegenstrom-Budgetierung ist eine Synthese aus den zuvor beschriebenen Planungsarten. Die nach der Bottom-Up- und Top-Down-Budgetierung ermittelten Planungsansätze werden dabei gegenübergestellt und in einem mehrstufigen Prozess miteinander abgeglichen.
In der Logistik wird die Gegenstrom-Budgetierung am häufigsten angewendet. Sie ermöglicht einen optimalen Ausgleich zwischen den Interessen des gesamten Unternehmens und denen der dezentralen Führungsinstanzen [1].
Literatur-Empfehlungen
Logistikmanagement | Pfohl 2004
Logistik und Supply Chain Controlling | Weber 2002
Quellen
[1] Logistikmanagament | Pfohl 2004



