Logistische Verknüpfungen mit System

Logistische Netzwerke legen die geografische und logische Verteilung und Vernetzung der Transport-, Umschlags- und Lagerungsprozesse sowie die zugehörigen Informationsprozesse fest. Auf der Basis von Effektivitäts- und Kostengesichtspunkten wählen Unternehmen so die für sie optimale Netzwerkstruktur. Dabei werden auch grundsätzliche Entscheidungen getroffen, die mit vielen nachrangigen, operativen Konsequenzen verbunden sind.

Grundstrukturen logistischer Netzwerke

Die Logistikkette zwischen Beschaffungs- und Absatzmarkt lässt sich grafisch als ein Netzwerk darstellen. In diesem Netzwerk laufen die Transport-, Umschlags- und Lagerprozesse zur Raum- und Zeitüberbrückung sowie die damit verbundenen Informationsprozesse ab. Die obige Grafik zeigt die Grundstrukturen solcher Logistiksysteme.
Durch die logistische Netzwerkstrategie werden die Grundstruktur des Logistiksystems und die mit ihm verbundene Logistikkapazität für den Ablauf der Logistikprozesse festgelegt.

 

Einstufiges System

In einem einstufigen System erfolgt die Raum- und Zeitüberbrückung durch einen direkten Güterfluss zwischen dem Lieferpunkt bzw. der Quelle und dem Empfangspunkt bzw. der Senke. Dabei werden die Güter am Lieferpunkt bereitgestellt und am Empfangspunkt verwendet.
Ein solches einstufiges System hat den Vorteil, dass der Güterfluss nicht unterbrochen wird. Es finden also keine zusätzlichen Lager- und Bewegungsprozesse zur Überleitung des Gutes auf andere Wege statt [1].

 

Mehrstufiges System

In einem mehrstufigen System erfolgt die Raum- und Zeitüberbrückung durch einen indirekten Güterfluss zwischen Liefer- und Empfangspunkt. Der Güterfluss wird also mindestens an einem weiteren Punkt unterbrochen, an dem zusätzliche Lager- und bzw. oder Bewegungsprozesse stattfinden müssen. Ziel ist dabei die Auflösung oder Konzentration des Güterflusses.

  • Auflösungspunkt: In einem Auflösungspunkt bzw. „Breakbulk Point“ treffen die Güter in großen Mengen von einem Lieferpunkt ein und verlassen ihn in kleinen Mengen zu verschiedenen Empfangspunkten.
  • Konzentrationspunkt: Der Unterbrechungspunkt bei einem mehrstufigen System kann aber auch ein Konzentrationspunkt bzw. „Consolidation Point“ sein, in dem Güter gebündelt, gesammelt oder sortiert werden [1].

 

Kombiniertes System

Von kombinierten Systemen spricht man dann, wenn direkte und indirekte Güterflüsse nebeneinander möglich sind [1].

Literatur-Empfehlungen

Logistiksysteme | Pfohl 2004

Strategic Logistics Management | Stock / Lambert 2001

Quellen

[1] Logistiksysteme | Pfohl 2004

Bookmark diese Seite

digg technorati delicious propeller misterwong facebook

URL zu diesem Artikel

http://www.dhl-discoverlogistics.com/cms/de/course/management/logistical_net_plan/basic.jsp